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Nachbarschaft oder : Ich sehe nichts,ich höre nichts, ich sage nichts.

Meist haben wir das Gefühl, dass unsere Freunde und Verwandten uns am nächsten sind. Wir telefonieren regelmäßig, schicken uns die neusten Urlaubsfotos, tauschen uns aus. Ja, wir haben das Gefühl unsere Nächsten gut zu kennen. Leider müssen wir uns irgendwann doch eingestehen, wenn wir tief in uns gehen, dass wir nur so viel Wissen, wie uns zugetragen wird. Ein Bild kann natürlich viel Aussagen, doch ist das Lächeln meist kein echtes wie wir alle wissen. Doch wer kennt uns wirklich? Ich persönlich glaube, dass uns nicht die Menschen am besten kennen, die uns Tipps und Ratschläge erteilen, wenn wir mal wieder über unseren Liebsten sprechen und was er nicht alles so verbockt hat. Nein, wirklich gut kennen uns die stillen Beobachter! Es sind die Menschen, die uns beim streiten hinter verschlossenen Türen hören. Sie hören wie Gegenstände durch den Raum fliegen, Diskussionen geführt werden, geweint und gebettelt wird. Sie versuchen weg zu hören, doch gelingt es ihnen meist nicht, da das Leben Tür an Tür dazu verleitet tief in das Leben des anderen zu blicken. Sie sehen, wie wir wutentbrannt das Haus verlassen, die Arbeit sausen lassen um einen Ausflug zu machen oder unseren Müll entsorgen. Sie streifen dabei unseren Weg, sehen die Ansammlung von Weinflaschen und Medikamente die wir versuchen verschwinden zu lassen, in der Hoffnung unsere Liebsten blicken nie so tief in unser Leben, dass sie wissen wie schlecht es wirklich um uns steht! Ja, es sind unsere Nachbarn die Freude, Leid und Missstimmungen direkt miterleben. Sie wissen genau, wer die Frau ist, die sich morgens aus dem Haus schleicht in der Hoffnung nicht entdeckt zu werden. Tagtäglich werden sie konfrontiert und dabei müssen sie nicht mal fragen was denn wohl passiert ist. Schon möglich, dass sie unsere Biographie nicht kennen, doch ist die Angabe darüber auf welcher Schule wir vor 10 Jahren waren wirklich die notwendige? Und während die Nachbarn alles, wenn auch indirekt über uns erfahren, leben sie immer nach dem gleichem Schemata :Ich sehe nichts,ich höre nichts, ich sage nichts. Wir treffen sie nach einer schlimmen Nacht morgens im Hausflur. Ein flüchtiges "Hallo, na alles klar?" Kommt über ihre Lippen. Sie kennen die Antwort bereits, denn sie haben uns nächtelang weinen gehört. In dem Moment als wir antworten "Ja, danke!" wissen sie, dass wir lügen. Es ist das gleiche Lächeln wie auf unseren Urlaubsfotos, doch sie sagen nichts. Ja, oft genug wissen wir, wenn unsere Nachbarn lügen, wir sind genervt von den Lauten Exzessen und beschweren uns über nicht geputzte Hausflure. Doch eines sollten wir uns immer eingestehen. Am Ende des Tages sind es diese stillen Beobachter, die unsere Geheimnisse hinter verschlossenen Türen und viel zu dünnen Wänden halten.

2 Kommentare 19.7.12 19:14, kommentieren

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Liebe, oder : das komische mulmige Gefühl irgendwo in der nähe des Zwergfells

Fangen wir doch einfach mal mit dem Thema an, dass uns am meisten Kopfzerbrechen bereitet: Liebe. Definitionen hierzu gibt es so einige :Liebe (von mittelhochdeutsch liebe, „Gutes, Angenehmes, Wertes“) ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.(Wikipedia) Der letzte Satz ist der schlimmste :"Der Erwiderung bedarf sie nicht." Ja wir alle fragen uns, wie wir die "wahre Liebe" finden, einen Menschen der sich für uns bedingunglos hingibt und so weiter und so fort.. Hier mal einer meiner Theorien. "Irgendwann erwischt es jeden!" hat Mama immer gesagt. Sie hatte längst verstanden wie das Spiel geht. Träume und Hoffnungen haben für sie keinen Stellenwert. Man verliebt sich und hat das Spiel längst verloren. "Das schlimmste was du tun kannst, ist dich vollständig der Beziehung hinzugeben!" Anfangs ist man davon überzeugt, dass es nie so weit kommen wird .. sich "vollständig hingeben". Wenn es dich richtig erwischt hat, kommt man sich vor wie in Cinderella Storys, fragst dich fragen wie "Wie konnte ich nur ohne diesen Menschen leben?!". Du steigst in den Bus,mutterseelenallein und grinst wie ein dämliches Käsekuchenpferd vor dich hin. Deine Gedanken?! Nur bei dieser einen Person die dich verzaubert haben muss. Fassungslos schüttelst du deinen Kopf als du bemerkst wie lächerlich du gerade aussiehst. Der Gedanke ist aber schnell wieder davon geflogen, denn plötzlich siehst du wie sich dein Gesicht in der Glasscheibe spiegelt. Deine Augen funkeln, deine Wangen sind gerötet, dein Mund ist ganz wund vom Küssen. Da schellt dein Handy.Es ist 10 Uhr und du bekommst die 10. Sms in der steht wie schön es doch war neben dir aufzuwachen. Da ist es wieder, dieses dümmliche grinsen. Ist es nun einmal so weit gekommen, hast du längst verloren. Du kannst es kaum erwarten ihn wieder zu sehen. Diesen Menschen der ganz anders ist als die anderen. Du schwebst irgendwo zwischen Zeit und Raum, ein Gefühl wie schwerelos. "Das muss alles ein Traum sein!" sagst du dir jedesmal auf's neue. Versuchen wir doch mal zu erläutern was ein Traum ist. Eine Phantasie, Gedanken die in deinem Kopf kreisen - nicht real. Ja, wenn du denkst das ganze sei ein Traum, hast du es ziemlich gut getroffen. Irgendwann kommt der Tag, an dem selbst um 15 Uhr noch kein Lebenszeichen von diese "so anderen Person" gekommen ist. Die Tage an denen ihr euch stundenlang anschaut habt werden nicht mehr zurück kommen Stundenlanges dauerkuscheln- sich die Liebe gestehen - verliebt seufzen - streicheln bis der Arm schwer wird.. das alles nimmt irgendwann ein Ende. Es gibt zwei Möglichkeiten damit umzugehen. Beziehungstyp A nimmt das ganze so hin. Er beschreibt das Ganze als einen normalen Ablauf. Alltag muss einkehren um den gewohnten Ablauf aufrecht zu erhalten. Beziehungstyp A "liebt" wenn der Alltag ihm die Zeit dazu lässt. Ganz zum Leid von Beziehungstyp B. Beziehungstyp B war einfach zu fasziniert von dem Zauber den die Leute "rosa-rote-Brille" nennen. Er will an dem Gefühl festhalten, dass ihn glücklich und stark gemacht hat. Schade. Still, in sich gekehrt und wehmütig. Das Herz ist schwer, unverständnis macht sich breit. Die kleinste Zurückweisung hinterlässt tiefe Wunden. Bleiben wir noch kurz bei Beziehnungstyp B. Der erste Blick wandert zur Glasscheibe. Der Blick ist leer, die Mundwinkel sitzen tief. Längst sind es nicht mehr die Wangen die gerötet sind. Dafür brennen die Augen wie Feuer, denn wieder hat er sich in den Schlaf geweint. Ganz still und leise, damit es niemand hört in einer Welt in der schwäche kein Zeichen mehr von stärke ist. Die Gedanken kreisen sich um die Frage warum der Zauber so schnell verfliegen musste. Er beginnt die Schuld bei Beziehungstyp A zu suchen. Die Zurückweisung, das Lieblose.. So als sei Beziehungstyp B garnicht existent. Ein geschwächtes Selbstwertgefühl führt dann zur Katastrophe. Thema numero uno : Fremdgehen. Was wenn Beziehungstyp A mich betrügt? Eifersucht in jeder Zelle des Körpers. Das Ende vom Lied wird das Ende der Beziehnung sein. Menschen sind einfach nicht für beständige Bindungen geschaffen. Sie verlieren zu schnell das wirklich wichtige aus den Augen, gestresst vom Alltag den sie leben. Doch irgendwann werden sie alt, blicken mit feuchten Augen auf das zurück was sie verloren haben.. Diesen einen Beziehungstypen B der sich "vollständig hingegeben" hat und zum scheitern verurteilt war. Game over. Ja ich weiß, klingt sehr dramatisch. Mehr oder weniger will ich nur folgendes damit sagen: schon möglich, dass man irgendwann den Partner für's Leben findet! Aber man muss mit Zurückweisungen rechnen. Wenn wir uns damit befassen, sind wir weniger überrascht wenn es passiert und können uns drauf vorbereiten. Back to basic. A new beginning.

2 Kommentare 17.7.12 12:57, kommentieren

Eröffnungsblog - oder : Warum ich den kack hier überhaupt mach.

Es fängt an wie immer, man sitzt da und plötzlich kommt einem die Idee seine Gedanken doch einfach mal aufzuschreiben. Dabei kann so einiges entstehen. Unter anderem auch riesen großer Rotz! .. Top Themen wie : Schminken, Diäten, öffentliche Tagebücher.. Die Liste sinnlosen Inputs in Blogs nimmt kein Ende. Da stellt sich mir die Frage : Ist unsere Gesellschaft mittlerweile wirklich so verblödet, dass die Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt die uns umgibt einfach zu anstrengend ist?! .. Eigentlich war ich immer der Meinung, dass bloggen nur etwas für Idioten ist, die keine Beziehungen pflegen und irgendwie mit anderen kommunizieren wollen. Ich persönlich kann von mir behaupten, dass ich nicht in dieses Schemata gehöre. Warum ich dann trotzdem auf die wundervolle Idee gekommen bin zu bloggen? Ganz einfach: Die Welt ist definitiv zu kompliziert!.. Jeden Tag steht man auf und fragt sich was der ganze scheiß hier überhaupt soll. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich nicht die Einzige bin, die sich das jedesmal auf's neue fragt. Deswegen beschäftige ich mich tagtäglich einfach systematisch mit Begriffen, wie Liebe (ja mainstream bla bla), Vertrauen ( noch mehr mainstream .. ) und alltäglichen Handlungen a la "Und täglich grüßt das Murmeltier". Im Grunde genommen interessiert es mich herzlich wenig, wie viele Menschen das hier alles lesen werden. Ich will einfach mal eine analytische Aufstellung unserer Gesellschaft, in der Hoffnung, dass sich irgendwelche Menschen mal Gedanken über das Leben machen, anstatt wie apathisch durch die Welt zu laufen in der Hoffnung auf dem Weg zum Ende (Tod) den Sinn des Lebens zu erfassen. Liebe Grüße oder wie man den Kram hier auch immer beenden mag. Sica

6 Kommentare 17.7.12 11:52, kommentieren